1:4 gegen 1860 München – Altstadt muss in Abstiegsrelegation

2018 05-12 bt-1860 m darius held enttäuscht vor 1860-kulisse copyr by klaus-peter volke

BAYREUTH. Es hätte so schön sein können: Eine Stunde lang lebte der Glaube an den direkten Klassenerhalt bei der SpVgg Bayreuth, ehe man sich dem TSV 1860 München mit 1:4 geschlagen geben musste.

Als Konsequenz der Niederlage rutschte die Altstadt aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen auf Tabellenrang 17 ab und muss damit sicher an den Abstiegs-Relegationsspielen mit den beiden Zweiten der Bayernligen Nord und Süd sowie einem weiteren Regionalligisten teilnehmen.

„Mit der zweiten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden“, so Trainer Christian Stadler nach der Partie. Seine Mannen gaben das Heft des Handelns aus der Hand, verzettelten sich in vielen langen Bällen. Und das bestrafte der vor der Partie als Regionalligameister geehrte Traditionsverein von Giesings Höhen.

Markus Ziereis besorgte per Kopf den Ausgleich, der den Altstädter Widerstand brach. Herrlich herausgespielt trafen Dressel und die beiden Joker Awata und Kindvater. „Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg verdient“, so Löwen-Interimscoach Oliver Beer.

Eine Halbzeit lang sahen die Hausherren vor 3.069 Zuschauern richtig gut aus. Man überließ ohne den verletzungsbedingt pausierenden Patrick Hobsch den Gästen das Feld und spekulierte auf sich bietende Konter. Mit Erfolg. Nach einem schnell ausgeführten Böhnlein-Freistoß reagierte Manndecker Julian Kolbeck am schnellsten und markierte die vielumjubelte Führung. Bitter, dass Ivan Knezevic es zweimal verpasste, nachzulegen und den Löwen den Knockout zu verpassen. So blieben die Landeshauptstädter im Spiel und zeigten am Ende gegen aufmachende Altstädter, weshalb sie die Meisterschaft eingesackt haben.

Ob der zweite Regionalliga-Relegationsteilnehmer der FC Memmingen oder der SV Seligenporten ist, entscheidet kurioserweise der Umstand, ob die SpVgg Greuther Fürth aus der Zweiten Bundesliga absteigt oder nicht. Steigen die Kleeblättler in die Dritte Liga  ab, würde ihre zweite Mannschaft nämlich von der Regionalliga Bayern in die Bayernliga Nord „zwangsversetzt“. In dem Fall wäre Memmingen gerettet und Seligenporten käme in die Relegation.

Bleibt Fürth Zweitligist, käme Memmingen in die Relegation und Seligenporten müsste direkt absteigen. Auch die Frage, wann die Relegationsspiele zwischen Regional- und Bayernliga beginnen, hängt von den Fürthern ab. Müssen die Kleeblättler nämlich in die Relegationsspiele mit der Dritten Liga, muss mit dem Beginn der Regionalliga-Relegation abgewartet werden, bis diese Spiele absolviert sind.                  ab/rs

Bayreuth: Hempfling – Dengler (75. Makarenko), Kolbeck, Weber – Golla (20. Krahnert), Wolf (81. Coleman), Schmitt, Held – Böhnlein – Ulbricht, Knezevic.

München: Bonmann – Genkinger, Weber (71. Berzel), Aigner, Klassen – Görlitz (81. Kindsvater), Andermatt, Dressel – Türk, Ziereis (71. Awata), Bachschmid.

Schiedsrichter: Berg (Landshut). Zuschauer: 3.069

Tore: 1:0 Kolbeck (21.), 1:1 Ziereis (65.), 1:2 Dressel (71.), 1:3 Awata (81.), 1:4 Kindsvater (87.)

Bildtext:

Nach dem Abpfiff: Darius Held enttäuscht vor der Löwen-Fankurve.    Foto: Klaus-Peter Volke