Brewers Jerky – Fleisch aus der Tüte

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BAYREUTH. Mit einer völlig neuen Geschäftsidee erobert der 22-jährige Bayreuther Metzgermeister Daniel Parzen den Markt: Er steckt Rindfleisch in die Tüte.

Der Gedanke, Nahrungsmittel durch Trocknen zu konservieren, ist so neu nicht, sondern die älteste aller Methoden, Früchte, Fisch und eben Fleisch aufzubewahren. Selbst heute trocknen viele Menschen noch ihre Nahrung. In den Steppen der Mongolei zum Beispiel auf dem Dach der Jurt Beef.

Jerky kommt aus der amerikanischen Küche, wird dort seit Jahrhunderten geschätzt und wird heute ohne weitere Zubereitung als würziger Snack zum Knabbern gereicht oder dient auch als Proviant. Die amerikanische Version, die ebenfalls im Internet angeboten wird, ist industriell hergestelltes Beef Jerky und oftmals mit vielen Zusätzen, wie Konservierungsstoffen, Zucker und Geschmacksverstärkern, versetzt.

Von solchen Herstellungsprozessen hält Daniel Parzen nichts. „Unsere Metzgerei, die von meinem Vater Helmut in der dritten Generation geführt wird, arbeitet eng mit der Genussregion Oberfranken zusammen. Wir kaufen unser Fleisch bei Landwirten aus dem Bayreuther Umland, deren Tiere einem strengen

Ernährungsplan unterliegen. Es sind echte Weiderinder und wir überzeugen uns selbst davon, wie die Tiere gehalten werden“.

Für das Brewers Jerky wird ausschließlich Rindfleisch der mageren Oberschale verwendet, Sehnen und Fett werden entfernt. Daniel Parzen schätzt die amerikanische Lebensart, er spielte auch aktiv American Football in Kulmbach. Seine Sportfreunde waren deshalb auch die Ersten, die das Experiment kosten durften. „Das kam sehr gut an“, so Daniel Parzen. „Jerky ist eben auch der ideale Snack, ohne Kohlehydrate, nur Proteine.

Auch auf der Grünen Woche in Berlin Anfang des Jahres ging das Experiment auf. Daniel Parzen: „Neben Kaminwurzen und anderen Spezialitäten hatten wir auch 30 Kilogramm Jerky dabei. Überraschenderweise waren es nicht nur die Jüngeren, die beherzt zugegriffen haben“.

Die Herstellung des würzigen Snacks ist aufwändig. Bereits das Marinieren dauert bis zu 24 Stunden. Auch was die Zusammensetzung der Marinaden angeht, setzt Daniel Parzen auf persönliche Kreativität: Honey, Hot and Sweet und Barbecue hat er kreiert, in Planung ist eine Sportlerversion nur mit Salz und Pfeffer.

Kommt das rohe Fleisch aus der Lake, wird es nochmals bis zu acht Stunden getrocknet, bevor es geschnitten und verpackt wird. Mit Hilfe seiner Freunde, die Brewers Jerky kräftig auf Facebook liken, will Daniel Parzen den deutschen Markt erobern. Abonnenten könnten künftig günstiger einkaufen oder auch neue Geschmacksrichtungen testen.

In Bayreuth besteht natürlich auch die Möglichkeit, den Snack direkt in den Filialen der Metzgerei Parzen zu kaufen.                                                                                                    gmu

www.brewers-jerky.de