medi mit dem Rücken zur Wand

Jetzt müssen die Bayreuther zusammenhalten, um die Serie noch zu drehen.

medi bayreuth hat auch das zweite Spiel in den Playoffs verloren. In eigener Halle unterlagen die Oberfranken den Gästen aus Ludwigsburg mit 74:79. Dabei kamen die Heroes of Tomorrow überragend in die Partie rein, versenkten im ersten Viertel gleich sieben Dreier und führten nach zehn Minuten mit 25:15. Aber das Niveau konnte nicht ganz gehalten werden, speziell die Trefferquote von jenseit der 6,75-Meter-Linie war dann nicht mehr so gut. Bis zur Pause hatten die Riesen die Begegnung fast ausgeglichen.

Die 3.034 sahen ein gutes, umkämpftes Playoff-Spiel, in dem am Ende die Gäste das bessere Ende für sich hatten. „Der Beginn des Spiels war heute viel besser als in Ludwigsburg. Wir sind gut ins Spiel gekommen, das war in Spiel 1 nicht gut und das hatten wir uns heute vorgenommen. Wir haben das Viertel auch verdient gewonnen“, wird Robin Amaize auf der Website der Bayreuther zitiert. „Leider haben wir danach nicht mehr so gut von der Dreierlinie getroffen und sind, denke ich, auch ein bisschen müde geworden. Am Ende war Ludwigsburg ein wenig cleverer und hat das Spiel gewonnen. Wenn wir am Dienstag so wie heute beginnen und ein paar kleine Fehler weglassen, gibt es am Donnerstag noch ein Spiel in der Oberfrankenhalle.“

Klar ist allerdings: medi steht mit dem Rücken zur Wand, liegt in dieser Best-of-Five-Serie nun mit 0:2 in Rückstand und muss am Dienstag in Ludwigsburg gewinnen, um nicht vorzeitig Urlaub zu haben. „Es war von der Intensität her ein komplett anderes Spiel heute als vor wenigen Tagen. Man sieht das nicht nur am Score sondern ich denke, man hat gespürt, dass die Mannschaft von Anfang an hellwach und da war“, so Headcoach Raoul Korner. „Am Ende waren es Kleinigkeiten, ein paar wirklich toughe Shots von Ludwigsburg, die gefallen sind. Diese Würfe sind bei uns nicht reingegangen. Ich kann der Mannschaft heute nichts vorwerfen, sie hat bis zum bitteren Ende gefightet.“ Doch der Blick beim Österreicher ging gleich wieder nach vorne: „Wir müssen an unsere Leistung anknüpfen und alles raushauen, jetzt gibt es nicht mehr viel zu verlieren. Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, gibt es nur noch eine Richtung, in die man marschieren kann. Das müssen wir am Dienstag tun.“

ms
Bild: Jetzt müssen die Bayreuther zusammenhalten, um die Serie noch zu drehen.
Foto: Thorsten Ochs